Nomination / Nominierung zum German Design Award 2018

english version below



Courage wird belohnt

Wir sind glücklich und stolz, dass unsere Orgel in der Ev. Stadtkirche St. Petri, Dortmund, nominiert wurde für den German Design Award 2018.
Wir danken dem Rat für Formgebung für die Nominierung und der Ev. Stadtkirche für den Mut, dieses Projekt in dieser Form zu realisieren.

Der Kirchraum ist trotz seiner gotischen Wurzeln ein beinahe modern anmutender Raum: ein Raum ohne Nischen mit hellen Eichenparkett, befreit von Bänken, lichtdurchflutet und bis zum Jahr 2015 mit dem "Goldenen Wunder", einem Altarretabel aus dem Jahr 1522, als einzigem Einrichtungsgegenstand.
2013 trat die Evangelische Stadtkirche an uns heran, ein Orgelwerk zu schaffen, dass sich in diesen Kontext einfügt: ein eigenständiges Objekt mit Aussagekraft, ohne jedoch das Hauptaugenmerk vom Goldenen Wunder anzulenken.

Das Design stammt aus der Hand von Oliver Schulte. Es polarisiert - das darf es auch. Oft eröffnet sich für die Besucher erst beim zweiten Hinschauen der Zauber des Entwurfs.

Einen Flyer über die Orgel in St. Petri können Sie gratis bei Orgelbau Schulte anfordern. (Bitte Namen und Adresse angeben) -> Hier klicken




Courage is rewarded
We are happy and proud to announce the nomination of our organ in St. Petri, Dortmund, for the German Design Award 2018.
Our thanks go to the German Design Council and the Evangelische Stadtkirche for showing the courage to realize this project.

Despite its ancient roots the Petri church is a room with a modern flair: a room without recesses, light oak flooring, without any pews, flooded with light and the "Golden Wonder", an altar from 1522, being the only item in the room.
In 2013 the Ev. Stadtkirche asked us to create an organ into this context. It was the guideline of the Stadtkirche that the organ should be visible as a unique sculpture matching the church room, but leaving the focus on the altar.

The design was created by Oliver Schulte. It polarises. It is supposed to do so. The real magic of the design is often concealed from the eye of the beholder, being revealed at second sight.

Klick here to order a free flyer about the organ (available in english, please leave name and postal address).

Fotos by Ricarda Mohr, mohr-vision.de

Englischer Orgelklang im Emsland – English organ sound in Emsland

(english version below)

Ein weiteres Instrument mit englischen Wurzeln wird demnächst in unserer Werkstätte entstehen und unsere Auftragsbücher bis ins Jahr 2020 füllen:

die katholische Kirchengemeinde St. Jakobus in Sögel hat uns mit dem Bau einer neuen Orgel für ihre Kirche beauftragt. Grundlage wird ein 3manualiges englisches Instrument der renommierten Orgelbaufirma Jardine mit 30 Registern werden, die seit vielen Jahren auf Grund einer Kirchenschließung unbenutzt in der Region Manchester im Dornröschenschlaf liegt.

Die Orgel wurde im Oktober vergangenen Jahres während eines mehrtägigen Ortstermins klanglich und technisch sorgfältig unter die Lupe genommen. Beteiligt waren der Orgelsachverständige im Bistum Osnabrück KMD Martin Tigges, die Sögeler Regionalkantorin Frauke Sparfeldt, eine mehrköpfige Delegation der Gemeinde unter Leitung von Pfarrer Bernhard Horstmann, sowie Sonja Füßmann und Oliver Schulte seitens unserer Firma.

In Kürze werden wir das Instrument demontieren und bis zum Baubeginn in unserer Werkstatt einlagern. Dort wird es „Bekanntschaft“ machen mit der momentan im Bau befindlichen „Queen an der Werra“, der neuen (ebenfalls englischstämmigen) Orgel für die ev. Gemeinde St Crucis in Bad Sooden-Allendorf (III/62).

Die Sögeler Orgel wird unser erstes Projekt im Bistum Osnabrück und gleichzeitig unser nördlichstes werden. Wir bedanken uns herzlich bei der Sögeler Gemeinde, allen voran bei Pfarrer Bernhard Horstmann, Kantorin Frauke Sparfeldt und OSV Martin Tigges - unser ganzes Team freut sich bereits auf die zukünftige Zusammenarbeit!




Another organ having english roots will be created in our workshop and keep us busy up to 2020:

the catholic parish of Sögel awarded us the contract to build an organ for their church of St. Jakobus. It will be based on a 3/30 Jardine which is located in Manchester and has not been played for several years due to the closing of the church.

The organ has been examined in October 2016 by Marting Tigges, organ advisor of the diocese of Osnabrück, Sögel organist Frauke Sparfeldt, a delegation of the parish led by Father Bernhard Horstmann, as well as Sonja Füßmann and Oliver Schulte of our company.

We will start the import in the next few weeks. The organ will be stored in our workshop where it can make the acquaintance of our current project, the "Queen at river Werra", the 3/62 organ for the protestant church of Bad Sooden-Allendorf, St. Crucis.

The Sögel organ will be our first project in the diocese of Osnabrück and our "most northern" as well. We give thanks to Father Bernhard Horstmann, cantor Frauke Sparfeldt and organ advisor Martin Tigges - our team is looking forward to a good and fruitful cooperation!

Weihe unserer Engländerin am Niederrhein – Inauguration of our new English Lady at Lower Rhine

English version below Disposition am Ende des Artikels / stoplist at the bottomCAM00781 Am Samstag, den 12.3.2016 wurde unsere restaurierte Conacher-Orgel in der katholischen Kirche St. Mariä Himmelfahrt von Pfarrer Dietmar Heshe feierlich eingeweiht. Den musikalischen Part übernahmen der dortige Kirchenmusiker Tobias Henrichs und der Straelener Organist Otto M. Krämer. Die katholische Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Wesel-Ginderich hat uns Ende 2012 beauftragt, eine englische Orgel zu transferieren und zu restaurieren. Dank unseres Netzwerks nach England fanden wir die solide und klangschöne Orgel, die sich in einer bereits aufgegebenen anglikanischen Kirche in Liverpool befindet. Das Instrument wurde 1887 von der Firma Conacher gebaut und verfügt über 17 Register auf 2 Manualen (mechanische Schleifladen, Disposition s.u.). Auf drei vakanten Stöcken wurden neue Register im Sinne des Erbauers eingesetzt. Die Orgel verfügt nun über 20 Register. Ein Dank geht an unseren englischen Orgelbaukollegen David Wood, der uns Werkunterlagen und wertvolle Informationen über Conacher zur Verfügung stellen konnte. Nach vielen Monaten liebevoller Restaurierungsarbeiten begannen im Oktober 2015 die Montagearbeiten vor Ort. Die anschließende Intonation übernahm Oliver Schulte selbst. Otto Krämer reizte das ganze Potential des Instruments in dem nach dem Weihegottesdienst stattfindenden Konzert aus. Durch unsere Registerergänzungen wurde das Werk noch versatiler. Französisch-romantische, deutsch-frühromantische, selbst spanische Orgelmusik kann auf der Orgel gut dargestellt werden. Wir danken allen Beteiligten für die reibungslose Zusammenarbeit und das rege Interesse, das uns entgegengebracht wurde! On March 12th 2016 our freshly restored Conacher organ has been inaugurated by pastor Dietmar Heshe. Cantor Tobias Henrichs and organist Otto M. Krämer were responsible for the music. The catholic parish St. Mariä Himmelfahrt in Wesel-Ginderich (Germany) awarded us the contract for the transfer and restoration of an english organ. Due to our vast network in the UK we found this solid and well-sounding instrument in an anglican church in Liverpool, which is already abandoned and emptied – except the organ. The organ was build in 1887 by renowned company Conacher with 17 stops on 2 manuals (mech. tracker, stoplist shown below). We added 3 more stops on vacant upperboards in the style Conacher would have planned it, so it now has II/20. Our friend and colleague David Wood of Huddersfield gave us valuable information about Conacher and his style. After month of throrough restoration works the assembly started in October 2015. Oliver Schulte gave the organ the final voicing in situ.  The full musical range was shown in the concert after the inauguration service in the recital by Otto Krämer. We heard a versatile instrument which is not only restricted to english music but, due to our stop additions, is even well-suited for french romantic, early german romantic and even spanish organ works. Our thanks go to all people involved and the whole parish, which gave us a very warm welcome!   DISPOSITION I. Manual - vakant II. Manual - Great 8 Open Diapason 8 Clarabella 8 Dulciana 4 Principal 4 Harmonic Flute 2 Fifteenth Mixture III 8 Trumpet III. Manual - Swell 16 Bourdon 8 Open Diapason 8 Lieblich Gedackt 8 Salicional 8 Vox coelestis 4 Gemshorn 2 Flautina 8 Cornopean 8 Oboe 4 Clarion Pedal 16 Open Diapason 16 Bourdon Mechanische Trakturen, Pedal pneumatisch / Mechanical tracker, pedal pneumatic Normalkoppeln + 4' Swell

Eine Schulte-Orgel mit englischem Akzent – a Schulte with an English accent.

English version below
Disposition am Ende des Artikels / stoplist at the bottom

Am 6.9.2015 wurde unsere neue Orgel in der evangelischen Stadtkirche St. Petri festlich von Pfarrerin Barbara von Bremen eingeweiht, unter musikalischer Mitwirkung der Kantoren Klaus Müller und Wolfgang Meier-Barth.

Dortmund-St-Petri

Die evangelische Stadtkirche St Petri in Dortmund MItte beauftragte uns mit dem Bau einer neuen Orgel.
Das Besondere: das Pfeifenwerk sollte einer englischen historischen Orgel entnommen werden.

Wir fanden ein schönes Instrument in dem Örtchen Woodkirk in der Nähe von Leeds. Das Instrument wurde im Kern 1868 von Radcliff&Sagar erbaut und 1930 von Abbott&Smith technisch reorganisiert, jedoch ohne größere Änderung an der originalen Intonation.
Die Orgel führte seit ihren Umbauten ein unscheinbares Leben hinter einem stummen Prospekt und konnte auf Grund der akustisch ungünstigen Platzierung in einer Kammer kaum den sowieso nicht sehr großen Kirchraum füllen.

Doch wir ließen uns davon nicht blenden. Während unserer ersten Begehung und der Einsicht des Pfeifenwerks wurde schnell klar: das soll sie sein!

Eine weitere Herausforderung war das Design der neuen Orgel. Prämisse war, eine Skulptur zu schaffen, die sich harmonisch in den Raum einfügt, jedoch dem großen Flämischen Altar ("Das Goldene Wunder") aus dem 16. Jhdt optisch keine Konkurrenz bietet.
Viele Gespräche mit der Stadtkirche, Architektin Susanne Kideys, dem Orgelsachverständigen Dr. Hans-Christian Tacke und Denkmalamt waren von Nöten, um das Konzept zu erarbeiten.

Orgelbau Schulte - Spieltisch Dortmund St Petri Man einigte sich auf den ersten Entwurf von Oliver Schulte, das keine Pfeifen im Prospekt vorsieht und auf einer offenen Lamellenstruktur basiert. Als Holz wurde leicht grau lasiertes Birkenholz gewählt als Bezug zum Kirchenraum.

  Eine neue Schulte-Orgel mit englischem Akzent. Die erste ihrer Art in der Evangelischen Landeskirche Westfalen.
  The protestant city church of St Petri in Dortmund awarded us to build a new organ for their church. Our speciality: we should reuse english historic pipework! We found a decent instrument in Woodkirk near Leeds. It was built in 1868 by Radcliff&Sagar und technically rebuild by Abbot&Smith in 1930, leaving the original voicing almost untouched. Orgelbau Schulte - St Petri DortmundIt lived an unspectacular life since its several alterations behind a fake facade and really having trouble to fill the church room being located in a acoustically unfavourable chamber. But we looked behind the facade and saw the potential of this pipework. It becamse clear quite quick: this it should be! Another challenge was the design of the new organ. It was the guideline to create a contemporary sculpture which should assimilate in the church room but not being too dominant because of the famous altar from 1522. ("The Golden Wonder"). Many discussions were needed with the parish, the architect, organ advisor and the Antiquities and Monuments Office to work out the concept. All agreed on the first design suggestion of Oliver Schulte, without any pipework in the facade, based on an open structure of slightly grey varnished blades of birch wood. A new Schulte organ with an english accent. The first of her kind in the Landeskirche of Westfalia.

Die Disposition - the stoplist

GREAT
16 Bourdon
8 Open Diapason
8 Clarabella
8 Viola
4 Principal
4 Harmonic Flute
2 Octave
Mixture IIrks
16 Trumpet
8 Trumpet

SWELL
16 Bourdon
8 Geigenprincipal
8 Rohrflute
8 Gamba
8 Vox celestes
4 Gemshorn
2 Flautina
8 Horn

PEDAL
16 Subbass
8 Bass Flute
4 Octave Bass
16 Trumpet
8 Trumpet

SINUA Bussystem

Eine neue Queen in Deutschland – a new Queen in Germany – III/60

Wir sind glücklich and stolz, einen neuen Auftrag verkünden zu können: die evangelische Kirchengemeinde Bad Sooden-Allendorf "St. Crucis" hat uns den Auftrag für eine neue Orgel unter Verwendung englischer Substanz erteilt. Es handelt sich um die Walker-Orgel der Holy Trinity Church in Cambridge. Sie wurde 1852 als zweimanualiges Instrument gebaut und im Laufe der Jahrzehnte mehrfach umgebaut auf aktuell 45 Register auf 3 Manualen. Das Instrument wird übernommen, Pfeifenwerk, Bälge und Windladen werden restauriert. Darüber hinaus erhält die Orgel ein neues Gehäuse in moderner Formensprache, eine neue Registertraktur (elektrisch) und Tontraktur (mechanisch und elektrisch für die Koppeln) sowie neue Register, so dass sie abschließend über 60 Register auf 3 Manualen verfügen wird. Unser ganzes Team freut sich bereits sehr auf den Bau dieser Orgel, der uns rund 15 Monate weiter auslasten wird und wir bedanken uns bei der Kirchengemeinde, in person Pfarrer Hubertus Spill und dem Orgelsachverständigen der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck Herrn Michael Dorfschäfer. We are happy and proud to announce a new project: the protestand church in Bad Sooden-Allendorf "St. Crucis" has awarded us for building a new organ reusing an english instrument, the Walker organ from Holy Trinity Church, Cambridge. It was built in 1852 as a 2 manual instrument and has been rebuilt several times now having 45 stops on 3 manuals. We will take the instrument and restore it carefully. Furthermore we will create a new casework, new stop and key action (key action will both be mechanical and electric for the couplers) as well as some new stops. It will then have 60 stops on 3 manuals. Our whole team is delighted and looking forward to this project, which will keep us busy another 15 months. Our thanks go to the church parish of St. Crucis, in person pastor Hubertus Spill and the organ advisor of the Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck Mr. Michael Dorfschäfer.

Neue Infobroschüre über Englische Orgeln und unsere Konzepte zum Download verfügbar

"Englische Orgeln - Unsere Konzepte" - Dies ist der Titel unserer neuen Infobroschüre, die nun zum freien Download zur Verfügung steht. (PDF, ca. 12MB) Hier informieren wir über das "wie und warum" unseres Spezialgebietes angloamerikanische Orgeln. PDF-Download-Button Our new info brochure about english / american organs and our concepts is available for download (PDF, 12MB) By now it's in german, we're working on an english version to come soon!

Conacher goes Wesel – Werkstattarbeiten – in the workshop

Nach dem Osterfest 2014 ist unser aktuelles Projekt, die Restaurierung einer historischen Conacher-Orgel (1900) aus Liverpool für die katholische Gemeinde St. Maria Himmelfahrt in Wesel-Ginderich in vollem Gange. Hier nun die ersten Details bzw. Impressionen des Abbaus und der Arbeiten in der Werkstatt. After easter 2014 our actual project is in full swing: it is the restoration of a Conacher organ from 1900, formerly located in Liverpool-Poulton, now to be restored and set up in the catholic church St. Maria Himmelfahrt in Wesel-Ginderich, lower rhine region. Here are the first details / impressions of the dismantling and the workshop works, taken from Oliver Schulte's Facebook-Album. ____________________________________________________________________ "Die katholische Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt in Wesel-Ginderich hat uns Ende 2012 beauftragt, eine englische Orgel zu transferieren und zu restaurieren. Dank unseres Netzwerks nach England fanden wir die solide und klangschöne Orgel, die sich in einer bereits aufgegebenen anglikanischen Kirche in Liverpool befindet. Das Instrument wurde im 19. Jhdt. von der Firma Conacher gebaut und verfügt über 17 Register auf 2 Manualen (mechanische Schleifladen, Disposition s.u.). Auf drei vakanten Stöcken werden neue Register im Sinne des Erbauers eingesetzt. Die Orgel wird also letztlich über 20 Register verfügen. Ein Dank geht an unseren englischen Orgelbaukollegen David Wood (über die Exkursion berichteten wir), der uns Werkunterlagen und wertvolle Informationen über Conacher zur Verfügung stellen konnte. The catholic parish St. Mariä Himmelfahrt in Wesel-Ginderich (Germany) awarded us the contract for the transfer and restoration of an english organ. Due to our vast network in the UK we found this solid and well-sounding instrument in an anglican church in Liverpool, which is already abandoned and emptied – except the organ. The organ was build in the 19th century by renowned company Conacher with 17 stops on 2 manuals (mech. tracker, stoplist shown below). We will add 3 more stops on vacant upperboards in the style Conacher would have planned it, so it will be II/20 at the end. Our friend and colleague David Wood of Huddersfield gave us valuable information about Conacher and his style – thank you for this, David! Disposition / stoplist: Great 8′ Open Diapason 8′ Clarabella 8′ Dulciana 4′ Principal 4′ Flauto traverso 2′ Fifteenth III Mixture (neu/new) 8′ Trumpet (neu/new) Swell 16′ Bourdon 8′ Open Diapason 8′ Lieblich Gedackt 8′ Salicional 8′ Voix celestes 4′ Gemshorn 2′ Flautina 8′ Cornopean 8′ Oboe 4′ Clairon (neu/new) Pedal 16′ Bourdon 16′ Open Diapason"

From Eine Engländerin am Niederrhein - An english lady at Lower Rhine, posted by Oliver Schulte on 3/09/2014 (65 items)

Generated by Facebook Photo Fetcher 2  

„England goes Schwabenland“ in der Presse

Das Haller Tagblatt berichtet über unser aktuelles Projekt: dem Umbau einer englischen Orgel für die katholischen Gemeinde St. Maria Königin des Friedens in Schwäbisch Hall-Hessental. http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,2305432 The newspaper "Haller Tagblatt" reports about our actual project: the rebuild of an english organ for the catholic parish St. Maria Königin des Friedens in Schwäbisch Hall.

Orgelbau Schulte im SWR-Radio

Am Freitag, den 11.10.2013 läuft der von Simon Schomäcker produzierte Beitrag über unsere Firma, die Orgel für Schwäbisch-Hall Hessental "St. Maria Königin des Friedens" und unsere Konzepte im Umgang mit angloamerikanischen Orgeln in der Radiosendung "Cluster" im SWR2. Uhrzeit: zwischen 15 und 16 Uhr. Zu hören auf www.swr2.de. Radio station SWR2 will be broadcasting about Orgelbau Schulte and our actual projects involving english organs on Friday 11th between 3pm and 4pm CET. The feature was produced by Simon Schomäcker. Listen on www.swr2.de.

Die GDO-Tagung in Köln aus der Sicht eines Orgelbauers

Die GDO kommt nach Köln? Da mach' ich mit! - Die GDO-Tagung 2013 in Köln aus Sicht eines Orgelbauers Der Entschluss zur Teilnahme kam nicht von ungefähr, da wir mit einem der Hauptorganisatoren der GDO-Tagung, Herrn Stefan Braun, bereits während unseres USA-Orgel-Projekts, dem Import und der Restaurierung einer historischen Steere&Turner – Orgel für die Gemeinde St. Maternus in Köln-Rodenkirchen, sehr angenehm zusammen gearbeitet haben. Die Neugier war geweckt, zumal ich zuvor noch nie an einer GDO-Tagung teilgenommen habe. Auch ein Grund, mir das „volle Programm“ zu geben, also alle Tage inklusive aller Late-Night-Specials etc. Gerne ging ich auch auf Herrn Brauns Bitte ein, als Busbegleiter bzw. als Referent an unseren Orgeln in Köln-Vingst (St. Theodor), Köln-Rodenkirchen (St. Maternus) und natürlich unserer Queen am Rhein in Bonn-Limperich (Heilig Kreuz) aktiv mitzuwirken. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartete. Natürlich gab es etliche Stimmen, die vor allem die Altersstruktur der GDO zum Thema hatten. Gerade auf meinen Sozialen Medienkanälen gab es schon im Vorfeld den ein oder anderen interessanten Kommentar. Nichtsdestotrotz wollte ich so unbefangen wie möglich an die Sache heran gehen und mir selber ein Bild machen. Sonntag, der 28.7. beginnt sowohl früh als auch feierlich mit der ersten (und einzigen) Probe des unter der Leitung von Winfried Krane zusammengestellten Projektchores, der mit Vierne's „Messe solenelle“ das Hochamt im Kölner Dom musikalisch untermalt, was auch für die Kurzfristigkeit ganz gut gelingt. Singen macht hungrig – so verbringe ich die Zeit bis zur Öffnung des GDO-Tagungsbüros zusammen mit meinen Mitsänger/innen im Früh's Brauhaus. Der Gesang geht weiter, diesmal in Form einer Horde FC-Köln Fans, die sich zur Generalprobe für das spätere Spiel gegen Düsseldorf ebenfalls im Früh trifft. Was ist schon ein Viertelton unter FC-Freunden... aber alles auswendig, ohne Noten! Vierne im linken und Fangesang im rechten Ohr geht es am Nachmittag zum GDO-Tagungsbüro an der Trinitatiskirche. Erste Bekannte werden begrüßt, rund ein Dutzend Orgelbegeisterte wühlen konzentriert in den Notenständen des Butz-Verlags. Ein aufmerksamer Hans-Peter Bähr steht daneben und berät. Und tatsächlich die ersten Facebook-Bekanntschaften, denen man endlich einmal persönlich gegenübersteht. Nach der Anmeldung erst einmal einen Kaffee am Büdchen nebenan geholt. Das scheint einen Nerv zu treffen – über „Wo haben Sie den Kaffee her?“ kommt man ins Gespräch. So dauert es auch nicht lange bis zur Eröffnung der Tagung in der anliegenden Trinitatiskirche. Über 300 Personen sind angemeldet, insofern ist die Kirche gut gefüllt. Ich sitze hinten und kann so nicht nur Zahl, sondern auch Altersstruktur der Teilnehmer ganz gut überblicken. Mein erster Eindruck: gute Mischung. Keineswegs das „Silbermeer“, auf das man mich seelisch schon vorbereitet hatte. GDO-Präsident Prof. Schneider beginnt die Veranstaltung mit seiner Begrüßungsrede. Sowohl ihm als auch den folgenden Rednern in Person von Herrn Stefan Braun und Vertretern der beiden Kirchen und der Stadt sind Freude und Spannung auf die kommenden Tage ins Gesicht geschrieben. In seinem kurzweiligen Festvortrag gibt Prof. Karl-Heinz Göttert einen oft augenzwinkerndern Überblick über die Orgelstadt Köln, bevor dann tatsächlich die ersten Orgeltöne der GDO-Tagung erklingen: Johannes Quack spielt an der Klais-Orgel. Es würde den Rahmen sprengen, über jede einzelne Orgel zu berichten. (Das habe ich ja auch bereits in meinen „live-tweets“ getan...) Etliche sind mir bereits bekannt, wie z.B. die Instrumente der romanischen Kirchen, die Orgel des Altenberger Doms (der quasi bei mir um die Ecke steht). Viel Neues ist auch dabei. Ich denke da nicht zuletzt an die „Neuss-Krefeld-Mönchengladbach“, Tour, während der ich auch als Busbegleiter tätig bin. Eben an dem Tag, an dem es den einzigen „Schluckauf“ im ansonsten perfekt organisierten Programm gibt. Wo ist Bus Nummer 3? Der Fahrer ist nicht zu erreichen. Wäre (natürlich) mein Bus gewesen. So nehme ich Herrn Brauns Platz in Bus 1 ein – ohne größere Kenntnis der Fahrstrecke. Navi sei Dank! Nur die letzte und entscheidende Einfahrt verpassen wir. „Hier ist es! Hier rechts müssen wir...“ kriege ich noch heraus, bevor die Krefelder Lutherkirche schon an uns vorbeizieht und unseren Blicken entschwindet. Die anschließende Rundreise durch Krefeld hat auch was. 7 Tage, 28 Orgeln der unterschiedlichsten Couleur. Werke deutscher Hochromantik (Walcker - Krefeld Lutherkirche, Sauer – MG-Rheydt), neobarocke Instrumente (Peter - Köln Kartäuserkirche), sogar mitteldeutsch inspirierte Orgeln (Wegscheider – Köln Michaelshoven), bis hin zu modernen, z.T. experimentellen Orgeln (Klais – Schlosskirche BN, Peter – Köln Kunststation St. Peter) – es wird die ganze Palette der Köln/Bonner Orgellandschaft aufgezeigt. Ob mir alles gefällt? Sicherlich nicht – auch als Orgelbauer hat man eben so seine persönlichen Präferenzen. Aber es zeigt sich wieder einmal des Öfteren, dass selbst die schönste Orgel nicht gegen einen akustisch, sagen wir „suboptimalen“ Raum ankämpfen kann. In einem speziellen Fall tut mir sowohl Orgel als auch Orgelbauer wirklich aufrichtig Leid... Alles andere als Leid werde ich die „Late-Night-Specials“. Der Abend mit Claudio Brizi an seinem Claviorganum in Maria Lyskirchen ist schlichtweg atemberaubend! Begeisterungsstürme des kritischen Fachpublikums nach BWV 565 – noch Fragen? 40 Finger – 424 Tasten, eher am modernen Ende der musikhistorischen Skala angesiedelt, aber nicht minder eindrucksvoll. Markus Hinz, Thomas Roß, Matthias Haarmann und Meik Impekoven an sage und schreibe acht Instrumenten. Irre! Für das letzte Late Night Special wird der Dom (ja, der Kölner!) nur für die Teilnehmer der GDO Tagung geöffnet. So intim habe ich die Orgeln des Doms noch nie erlebt, selbst bei meinem damaligen Besuch während des Baus des Langhausorgel nicht. Ein besonderer Dank gilt da natürlich Domorganist Prof. Bönig. Drei unserer Orgeln sind auch mit von der Partie, die auch alle ausgezeichnet vorgestellt werden: Stefan Harwardt an unserer US-Steere&Turner-Orgel in Köln Rodenkirchen „St. Maternus“, Christian Jacob an unserer Queen am Rhein in Bonn-Limperich und Dirk-Johannes Neumann in Köln-Vingst „St. Theodor“, letzterer sogar mit seiner eigenen Komposition „1. Sinfonie für Orgel solo“. Trotz Hüftprobleme schafft es auch mein Vater, in Vingst und Rodenkirchen anwesend zu sein, was mich sehr freut. Einzig schade ist, dass Köln-Porz „St. Josef“ als unser Opus Maximum mit III/41 nicht im Programm ist, aber die Sanierungsarbeiten in der Kirche machten dem leider einen Strich durch die Rechnung. Doch es folgen weitere „magische“ Momente. So zum Beispiel, als Christian Jacob in Limperich mit der Sylvestrina celestes und dem 32' im Pedal die vielleicht leisesten Töne der Tagung spielt – kollektives Augenleuchten, nicht zuletzt nach etlichen Dezibelschlachten der Vortage... Pompös geht aber auch: die neue Hochdruck-Tuba ertönt das erste mal, quasi als sneak preview. 16-8-4. Ich höre sie das erste Mal nach dem Einbau unter Wettkampfbedingungen. Bewegend! Ich freue mich sehr über die vielen positiven Rückmeldungen.Die Glocken von St. Kunibert läuten nur an hohen Festtagen, wenn es einen neuen Papst gibt – und wenn die GDO kommt.“ so Stefan Braun nach dem kurzen aber feinen Konzert von Prof. Geffert an der Kuhn-Orgel in St. Kunibert. Und tatsächlich: 5 Minuten lang volles Läutwerk. Beeindruckend. Handys und Kameras werden Richtung Kirchturm gereckt. Ja, meine ist auch dabei. Irgendwie schaffe ich es, parallel mit meinem Smartphone einen Tweet auf meine Social-Media-Kanäle abzufeuern. Wieder frage ich mich, was meine Mit-Teilnehmer von meiner ganzen Handy-Flitscherei halten mögen. Die Mitgliederversammlung gebe ich mir natürlich auch – wenn schon, denn schon. Ich werde nicht enttäuscht. Die Ausblicke auf die kommenden Tagungen machen Lust auf mehr. Bert Wisgerhof stellt die Tagung 2014 in Bergamo vor. 2015 geht’s nach Dresden (spätestens da muss ich mit!), Zwolle 2016 wird beschlossen. Mein Daumen wirbelt über mein Smartphone. Ich laufe im Berichterstatter-Modus.Tag 7 hält für Unentwegte noch ein Dessert bereit“ heißt es im Tagungsprogramm. Natürlich bin ich einer der Unentwegten – und für Desserts bin ich sowieso immer zu haben. Also geht's in die Eifel zu den König-Orgeln im Kloster Steinfeld und in Schleiden. Ich treffe nach Jahren endlich mal Friedbert Weimbs wieder. Apropos Orgelbauer – wo sind sie geblieben? Nur wenige Kollegen sind dabei. Schade. Desto mehr freut mich jede Möglichkeit zum Austausch. Der liebevoll gestaltete Grillabend bei Klais war da natürlich die perfekte Gelegenheit. Stichwort Austausch. Eine weitere schöne Erfahrung während der Tagung ist das persönliche Treffen mit etlichen meiner Facebook-Bekanntschaften. Matthias Haarmann, Meik Impekoven, Simon Botschen, Wietse Meinardi, Bert Wisgerhof... endlich steht man sich auch in Person gegenüber. Hätte ich so nicht erwartet. Grundsätzlich sind die Gespräche und das gemeinsame abendliche bzw. nächtliche Miteinander nicht minder spannend als die vielen Instrumente. Dabei ist es mir egal, ob mein Gegenüber 17 oder 70 Lenze hat. Ja, ich komme noch einmal auf das (leidige?) Thema der Altersstruktur. Natürlich ist die Mehrheit an älteren Orgelfreunden/-innen nicht von der Hand zu weisen. Das Problem einer bestehenden, funktionierenden Gruppe konstant für Nachwuchs zu sorgen ist kein GDO-spezifisches, sondern liegt in der Natur der Sache – banal, aber wahr. In der Tat konnte ich beobachten, dass die mittlere Altersschicht etwas spärlich besetzt ist. Dafür gab es überraschend viele junge Leute. Für mich als Orgelbauer ein kleiner Lichtblick am ansonsten alles andere als sonnigen Horizont des deutschen Orgelbaus. Diese beiden Gruppen zusammenzuführen ist sicherlich eine Aufgabe, die es innerhalb der GDO zu bewältigen gilt. Aber: es gibt ihn, den Nachwuchs. Davon abgesehen spielt sicher auch der triviale Grund eine Rolle, dass Pensionäre sich eher eine ganze Woche frei nehmen können als mitten im Beruf stehende Mittvierziger... Irgendwann ist auch der letzte Orgelton verklungen. Herzliche Abschiede, viele Hände zu schütteln. „Bis nächstes Jahr.“ Was bleibt ist ein runder, stimmiger Eindruck einer minutiös durchorganisierten Tagung. Das Orga-Team, bestehend aus Prof. Bönig, Prof. Geffert, Eckard Isenberg, Matthias Haarmann und – last not least – Hauptorganisator Stefan Braun, hat in meinen Augen ganze Arbeit geleistet. Das zeigt sich nicht zuletzt an dem Tagungsprogramm in Buchform. Einen Vergleich mit früheren Tagungen kann ich nicht ziehen, da dies wie gesagt meine erste GDO-Tagung war – aber mit Sicherheit nicht meine letzte!   Oliver Schulte, August 2013